Niemand wartet gerne auf eine langsame Webseite: warum Ladezeit zum Webdesign gehört
Man klickt auf einen Link.
Und wartet.
Noch eine Sekunde.
Noch eine.
Das Bild erscheint irgendwann. Das Menü reagiert verzögert. Beim nächsten Klick beginnt das Ganze von vorne.
Spätestens dann stellt sich nicht mehr die Frage, wie schön die Webseite gestaltet ist. Der Besucher ist genervt.
Geschwindigkeit ist Teil des Eindrucks
Eine moderne Webseite sollte sich schnell und direkt anfühlen. Denn Geschwindigkeit ist nicht einfach nur eine technische Zahl. Sie ist Teil des gesamten Eindrucks, den ein Unternehmen online hinterlässt.
Wenn Inhalte schnell erscheinen, Schaltflächen unmittelbar reagieren und der Wechsel zwischen einzelnen Bereichen problemlos funktioniert, denkt kaum jemand darüber nach. Es fühlt sich einfach richtig an. Genau so sollte es sein.
Auch Google achtet darauf: Wie schnell eine Seite lädt und reagiert, fließt in die Bewertung einer Webseite mit ein.
Unterwegs zählt jede Sekunde
Besonders wichtig wird das unterwegs. Nicht jeder Besucher sitzt vor einem schnellen PC mit perfekter Internetverbindung.
Webseiten werden auf Smartphones geöffnet, über Mobilfunknetze aufgerufen oder unterwegs nur schnell zwischendurch angesehen.
Und gerade dann können unnötig große Inhalte, schlecht optimierte Bilder oder aufwendige Funktionen einen spürbaren Unterschied machen.
Was eine Webseite schnell macht
Schnell wird eine Webseite nicht durch einen einzelnen Trick, sondern durch viele kleine Entscheidungen:
- Bilder in passender Größe: Jedes Bild wird so aufbereitet, dass der Browser nur so viel lädt, wie er für den jeweiligen Bildschirm braucht – in modernen Formaten wie WebP. Ein Beispiel aus diesem Beitragsbereich: Aus rund 1,5 bis 2 MB je Bild wurden je nach Bildschirm 27 bis 124 KB.
- Schlanker Code: Geladen wird nur, was die Seite wirklich braucht – ohne den Ballast eines Baukastens oder unnötiger Erweiterungen.
- Keine unnötigen fremden Dienste: Schriften und Inhalte kommen vom eigenen Server, statt bei jedem Aufruf erst bei anderen Anbietern nachgeladen zu werden.
- Laden, wenn es gebraucht wird: Bilder weiter unten auf der Seite werden erst geladen, wenn man in ihre Nähe scrollt.
- Zwischenspeichern: Was sich nicht ändert, merkt sich der Browser, damit der nächste Seitenaufruf noch schneller geht.
Wie schnell Ihre eigene Webseite ist, können Sie kostenlos mit PageSpeed Insights von Google prüfen (pagespeed.web.dev, öffnet in neuem Fenster).
Geschwindigkeit gehört zum Webdesign
Für mich gehört deshalb auch die Geschwindigkeit zum Webdesign.
Bilder sollen gut aussehen – aber trotzdem sinnvoll aufbereitet sein. Funktionen sollen etwas bieten – aber nicht unnötig bremsen. Und eine aufwendig gestaltete Webseite bringt wenig, wenn Besucher bereits beim Laden die Geduld verlieren.
Eine Webseite lebt
Für mich ist eine Webseite außerdem nichts, das einmal fertiggestellt wird und danach jahrelang unverändert bleibt. Ich sehe sie vielmehr als etwas Lebendiges, das regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt werden sollte.
Neue Technologien und neue technische Möglichkeiten entstehen laufend. Wenn sich damit etwas sinnvoll verbessern lässt, darf das meiner Meinung nach auch in bereits bestehende Webseiten einfließen. So bleiben sie nicht nur optisch, sondern auch technisch auf der Höhe der Zeit.
Und natürlich kommt auch hier wieder mein pingeliger Technik-Nerd zum Vorschein. Denn wenn eine Webseite gefühlt noch etwas schneller oder angenehmer reagieren kann, stellt sich für mich schnell die Frage:
Geht es noch ein bisschen besser?
Am Ende zählt, was der Besucher erlebt
Am Ende zählt für den Besucher nicht, wie viel Technik hinter einer Webseite steckt.
- Er möchte klicken – und die gewünschte Information soll da sein.
- Er möchte ein Formular öffnen – und es soll reagieren.
- Er möchte eine Seite aufrufen – und nicht darüber nachdenken müssen, wie lange sie lädt.
Mit Webdesign by Geri entstehen deshalb Webseiten, bei denen Gestaltung und Technik zusammenspielen – und die auch nach ihrer Fertigstellung weiterentwickelt werden können.
Eine gute Webseite sollte nicht nur gut aussehen. Sie sollte sich auch schnell anfühlen.