Eine Webseite ist nie wirklich fertig: warum Pflege und Weiterentwicklung zum Webdesign gehören
Eine neue Webseite geht online.
Alles funktioniert.
Die Inhalte stimmen.
Das Design passt.
Also fertig?
Für mich eigentlich nicht.
Ich sehe eine Webseite eher als etwas Lebendiges, das sich gemeinsam mit dem Unternehmen und der Technik weiterentwickelt.
Rundherum verändert sich ständig etwas
Denn während eine Webseite online ist, verändert sich rundherum ständig etwas.
Neue technische Möglichkeiten entstehen. Browser lernen laufend dazu. Vieles, wofür früher eigener Programmcode nötig war, können sie heute von sich aus – schlanker, schneller und zuverlässiger. Auf dieser Webseite öffnen sich zum Beispiel die Antworten im FAQ-Bereich inzwischen mit einer eingebauten Funktion des Browsers statt mit einem eigenen Skript.
Geräte und Bildschirmgrößen verändern sich. Smartphones werden größer, manche lassen sich aufklappen, Tablets werden hoch und quer gehalten, Monitore werden breiter. Eine Webseite sollte auf all diesen Geräten gut aussehen – auch auf solchen, die es bei ihrer Erstellung noch gar nicht gab.
Möglichkeiten zur Optimierung kommen hinzu. Neue Bildformate sparen Datenmenge, Bilder lassen sich passend zur Bildschirmgröße ausliefern, Abläufe lassen sich vereinfachen. Warum gerade die Ladezeit so viel ausmacht, habe ich im Beitrag „Schnelle Webseite: Warum Ladezeit zählt“ beschrieben.
Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz entwickeln sich weiter. Die Software am Server bekommt regelmäßig Aktualisierungen, ältere Versionen werden irgendwann nicht mehr mit Sicherheitskorrekturen versorgt. Formulare brauchen einen zeitgemäßen Schutz vor Spam, und die Datenschutzerklärung muss zu dem passen, was die Webseite tatsächlich tut.
Leistungen, Angebote und Inhalte eines Unternehmens verändern sich. Eine neue Leistung kommt dazu, die Öffnungszeiten ändern sich, das Team wächst, es gibt neue Fotos oder neue Preise. Eine Webseite, die das nicht zeigt, erzählt schnell eine veraltete Geschichte.
Eine Webseite, die heute technisch und inhaltlich aktuell ist, sollte deshalb nicht einfach jahrelang unverändert bleiben.
Pflegen gehört zum Webdesign
Pflegen, optimieren und weiterentwickeln gehört für mich genauso zum Webdesign wie die ursprüngliche Erstellung.
Manchmal sind es nur kleine Verbesserungen:
- Eine schnellere Ladezeit.
- Eine bessere Darstellung auf bestimmten Geräten.
- Eine neue Funktion.
- Aktualisierte Inhalte.
- Eine angenehmere Bedienung.
Und manchmal entstehen daraus mit der Zeit ganz neue Möglichkeiten.
Das gilt auch für meine eigene Webseite. Diesen Beitragsbereich gibt es zum Beispiel erst seit Kurzem, und das Menü unten rechts ist inzwischen gleich beim Öffnen jeder Seite da – nicht erst nach dem ersten Scrollen.
Eine Webseite, die mitwächst
Genau das macht Webentwicklung für mich auch so spannend:
Eine gute Webseite kann mit einem Unternehmen wachsen.
Wenn sich Anforderungen ändern, neue Ideen entstehen oder moderne Technologien einen echten Mehrwert bieten, sollte sich auch die Webseite entsprechend weiterentwickeln können.
Oft beginnt das klein: eine eigene Unterseite für eine neue Leistung oder ein Formular, über das Anfragen gleich mit allen nötigen Angaben ankommen. Später kann mehr daraus werden, etwa eine Online-Terminbuchung, ein geschützter Bereich für Kunden oder ein kleines Werkzeug, das im Alltag Zeit spart.
Damit das gelingt, braucht es eine saubere Grundlage. Eine von Hand programmierte Webseite lässt sich gezielt erweitern, ohne an die Grenzen einer Vorlage zu stoßen. Mehr dazu im Beitrag „Baukasten oder individuell programmiert?“.
Kurzer Selbsttest: Ist Ihre Webseite noch aktuell?
Mit ein paar Fragen können Sie Ihre eigene Webseite schnell einschätzen:
- Stimmen Öffnungszeiten, Leistungen und Ansprechpartner noch?
- Sieht die Seite auf einem aktuellen Smartphone gut aus, und lässt sie sich dort bequem bedienen?
- Lädt sie auch unterwegs schnell?
- Wissen Sie, wann die Technik dahinter zuletzt aktualisiert wurde?
- Passt die Datenschutzerklärung noch zu dem, was die Webseite tatsächlich tut?
Wenn Sie bei einer dieser Fragen zögern, lohnt sich ein genauerer Blick.
Nicht nur am Tag der Veröffentlichung
Denn eine Webseite soll nicht nur am Tag ihrer Veröffentlichung gut funktionieren.
Sie soll auch Monate und Jahre später noch modern, zuverlässig und technisch aktuell sein.
Wie es nach dem Livegang weitergeht
Mit Webdesign by Geri endet deshalb die Arbeit nicht zwangsläufig mit dem Moment, in dem eine Webseite online geht.
Wie es danach weitergeht, entscheiden Sie selbst. Keine der drei Möglichkeiten ist verpflichtend:
- Selbst verwalten: Nach einer kurzen Einrichtung und Einschulung schreiben Sie in normalen Sätzen, was sich ändern soll, und die dafür festgelegten Inhalte werden KI-gestützt angepasst.
- Persönlich betreuen lassen: Sie schicken mir Ihren Wunsch, den Rest erledige ich im Rahmen eines vereinbarten Pflegepakets.
- Nur bei Bedarf: Sie melden sich, wenn etwas ansteht, und zahlen nur für die tatsächlich erbrachte Leistung.
Auch bestehende Webseiten können laufend gepflegt, optimiert und an neue Anforderungen angepasst werden. Ist eine Webseite schon länger online, muss sie dafür nicht von vorne beginnen: Was gut ist, bleibt erhalten, Design, Tempo und Technik kommen auf den aktuellen Stand – unter derselben Adresse. Und wenn es einmal eilt, weil eine Webseite plötzlich nicht mehr richtig funktioniert, hilft der Web-Notdienst – auch bei Webseiten, die nicht von mir erstellt wurden.
Eine Webseite ist nicht einfach fertig. Sie entwickelt sich weiter.